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Warum sollte man die Pedal-Stack-Height reduzieren?

In Erwartung des Launches des revolutionären neuen Schuh-Pedal-Systems haben Q36.5 und SRM gemeinsam mit Oliver Elsenbach von Solestar eine umfassende erste Analyse erarbeitet. Sie beleuchtet die biomechanischen Vorteile einer geringeren Pedalhöhe (Stack Height) und zeigt auf, welche Verbesserungen Fahrer:innen durch die Nutzung des neuen Systems erwarten können.

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Auswirkungen einer geringeren Stack Height

  • Durch die Reduzierung der Stack Height befindet sich der Fuß näher am Zentrum der kreisförmigen Tretbewegung. Die Kontaktfläche für die Kraftübertragung zwischen Fuß und Körper wird größer, was die Stabilität verbessert, Scherkräfte in der Schuhsohle reduziert und eine direktere Kraftübertragung ermöglicht. Zudem verlagert sich der Körperschwerpunkt näher zum Boden, was eine aerodynamischere Sitzposition begünstigt.
  • Der Trend zu kürzeren Kurbelarmen hat den Nachteil, dass sich der Körperschwerpunkt nach oben verlagert — also weiter vom Boden entfernt. Dies führt häufig zu einem Problem mit der Rahmen-Stack-Height (zu wenig Stack), was das Handling des Fahrrads verschlechtert und das Vertrauen in Abfahrten reduziert.
    Bei einer Verkürzung der Kurbelarmlänge um 7,5 mm (von 172,5 auf 165 mm) ist im Durchschnitt eine Sattelhöhenanpassung von etwa 65 % dieses Werts nötig (ca. 5 mm Erhöhung).
    Mit dem neuen Pedalsystem beträgt die notwendige Anpassung der Stack Height durchschnittlich nur 4–7 mm (Sattel wird abgesenkt). Dadurch wird die durch die kürzeren Kurbeln erforderliche Sattelerhöhung im Wesentlichen ausgeglichen.
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Subjektive Einschätzung der Testfahrer nach Verwendung des Schuh-Pedal-Systems

  • Bessere Sitzposition auf dem Rad, mit dem Gefühl, stärker „im“ Rad zu sitzen.
  • Mehr Komfort im Schulterbereich.
  • Kraftübertragung: Besonders unter hoher Belastung (Antritte am Berg, Sprints aus Kurven im Kriterium) deutlich höhere Trittfrequenz bei hohen Lasten.
  • Gefühl von „mehr Drehmoment“; bei hohen Wattzahlen fällt es leichter, höhere Frequenzen zu treten.
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Tests auf dem Cyclus-2-Ergometer

Bei Tests mit fixierten Watt- und Newton-Lasten zeigte sich eine höhere Trittfrequenz (unter Wattlast) sowie eine höhere Leistung (unter Newtonlast). Allerdings sind die bisherigen Testreihen und Datenmengen noch zu gering, um diese Ergebnisse statistisch signifikant zu bestätigen. In naher Zukunft sollten zusätzliche Tests mit O₂- und Laktatmessung durchgeführt werden, um die physiologische Anpassung der Fahrer:innen zu beurteilen.
Ein Muster zeigte sich jedoch bei allen Testpersonen:

  • Linkes Diagramm: Vergleich vorher — DA-Pedal (rot) vs. Q36.5-Pedal mit um 5 mm abgesenktem Sattel (grün). Der Körper verlagert sich um ca. 20 mm nach hinten.
  • Rechtes Diagramm: Der Fahrer wird am Hüftpunkt überlagert dargestellt, wodurch die deutlichen Veränderungen in der Fahrposition sichtbar werden.
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Fazit

Ganz einfach: Je weiter ich mich vom Zentrum der Kraftentstehung entferne, desto mehr Scherkräfte entstehen – und desto mehr Leistung geht für den Vortrieb verloren. Das Optimum für eine nahezu perfekte körperliche Kraftübertragung wäre eine Pedalachse, die direkt durch den Fuß verläuft, also ohne Stack oder sogar mit einem negativen Stack von etwa 5 mm.

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