Weltmeister, Mailand–Sanremo-Sieger, zweimaliger UCI-Weltcup-Gewinner und stolzer Trentiner: Maurizio Fondriest kennt die Straßen des Nonstals und der Dolomiten besser als die meisten anderen. Geboren in Cles und aufgewachsen an den Anstiegen, die später zu seinem Trainingsrevier als Profi wurden, verbringt Fondriest noch heute unzählige Stunden auf den Straßen, Pässen und Schotterwegen der Region. Auch als Botschafter von Q36.5 kehrt er seit 2024 immer wieder in jene Berge zurück, die den Grundstein für seine Karriere legten und seine lebenslange Leidenschaft für das Radfahren entfachten.
Wie hat deine Verbindung zu Luigi Bergamo und Q36.5 begonnen?
Ich habe regelmäßig zwischen dem Nonstal und dem Val di Sole trainiert. Damals hing oft ein junger Fahrer an meinem Hinterrad, sobald ich in Richtung der Anstiege unterwegs war.
Dieser Fahrer war Luigi Bergamo.
Luigi ist in Bozen aufgewachsen, aber seine Großeltern lebten im Val di Sole, sodass er dort einen großen Teil des Sommers verbrachte. Zu dieser Zeit war ich bereits Profi, während er noch ziemlich jung war. Auf flachen Straßen war er stark. Ein Bergfahrer war er definitiv nicht.
Viele Jahre später kreuzten sich unsere Wege durch Q36.5 erneut.
Welchen Anstieg im Nonstal und in den Dolomiten magst du am liebsten – und warum?
Mein Lieblingsanstieg im Nonstal ist die Straße von Tres über Laurein nach Proveis. Dort ist kaum Verkehr, die Landschaft ist beeindruckend und es ist eine der ruhigsten Straßen des Tals. Es ist genau die Art von Anstieg, bei der du deinen Rhythmus findest und einfach die Berge genießen kannst.
Unter den großen Alpenpässen bleibt der Gaviapass mein Favorit. Es ist ein langer Anstieg, aber niemals eintönig. Die Straße ist schmal, die Kehren folgen aufeinander und die Landschaft verändert sich ständig. Egal, wie oft ich dort hinauffahre – es fühlt sich immer besonders an.
Welche ist deine Lieblingsabfahrt und warum?
Ganz klar: der Mendelpass.
Der Straßenbelag ist hervorragend und die Kurven gehen perfekt ineinander über. Es ist eine dieser Abfahrten, auf denen du hohe Geschwindigkeiten genießen kannst und dich trotzdem jederzeit sicher fühlst.
Welche Eigenschaft schätzt du an der Bekleidung von Q36.5 besonders?
Das erste Produkt, das mich überzeugt hat, war die Trägerhose. Sie sitzt sehr körpernah, fühlt sich aber keinesfalls einengend an. Du bekommst genau die Unterstützung, die du brauchst, ohne auf Komfort verzichten zu müssen.
Auch die Baselayer überzeugen mich sehr. In unserer Region braucht man vor allem im Frühling und Herbst Bekleidung, die die Körpertemperatur gut reguliert und schnell trocknet, sobald die Intensität steigt.
Dasselbe gilt für die Trikots. Ich mag eng anliegende Trikots, aber nicht solche, die sich zu straff oder einschränkend anfühlen. Genau dieses Gleichgewicht zwischen Performance und Komfort schätze ich an der Bekleidung von Q36.5 am meisten.
Beschreibe deine perfekte Sommerausfahrt im Trentino.
Eine klassische Sommerausfahrt dauert etwa zweieinhalb Stunden, am Wochenende werden die Touren mit Freunden meistens länger als 150 Kilometer.
Die meiste Zeit bin ich auf dem Rennrad unterwegs, aber gerade im Sommer genieße ich auch Gravel- und Mountainbike-Touren mit meiner Frau und Freunden. Eine meiner Lieblingsrouten beginnt im Ultental, führt hinauf zum Haselgruber See im Val di Rabbi und verläuft anschließend über das Val di Sole zurück. Sie verbindet spektakuläre Landschaften mit ruhigen Straßen und Wegen fernab des Verkehrs.
Ich habe Anstiege schon immer geliebt, deshalb sind meine Touren selten im Flachen. Oft fahre ich durch das Nonstal, das Val di Sole und über die umliegenden Pässe. Manchmal geht es bis zum Gaviapass. In der Nähe meines Heimatorts bevorzuge ich ruhige Nebenstraßen, auf denen sich Touren von etwa 60 Kilometern und rund 1.500 Höhenmetern zusammenstellen lassen.
Auf längeren Ausfahrten gehören zwei Stopps unbedingt dazu: einer für einen Cappuccino und einer für ein belegtes Brot oder Sandwich. Diese kleinen Rituale sind für mich genauso Teil der Tour wie das Fahren selbst.
Wie groß ist die Temperaturspanne bei einer typischen Sommerausfahrt im Trentino? Macht diese die Wahl der richtigen Bekleidung schwieriger?
Ich lebe auf etwa 700 Metern Höhe und fahre in der Regel in Regionen zwischen 1.500 und 2.000 Metern. Manchmal erreiche ich diese Höhen bereits wenige Kilometer von zu Hause entfernt. Das bedeutet, dass sich die Bedingungen manchmal sehr schnell ändern können. Ein kurzer Regenschauer oder ein paar Wolken reichen oft aus, um die Temperatur um zehn Grad oder mehr sinken zu lassen. In den Bergen ist es daher entscheidend, vorbereitet zu sein.
Ich habe immer eine Rain Shell Weste dabei, weil sie sich leicht in der Trikottasche verstauen lässt und zuverlässig vor Wind und Regen schützt. Außerdem habe ich die Dottore Light Rain Jacke zusammen mit meinem Reparaturset dabei. Meistens bleiben beide Dinge ungenutzt in der Tasche, aber wenn das Wetter umschlägt, bin ich froh, sie dabeizuhaben.
Der zunehmende Verkehr im Sommer hat meine Art zu fahren verändert. In den verkehrsreichsten Zeiten wähle ich oft Gravel- oder Mountainbike-Routen. So kann ich dem Verkehr entkommen und die Berge noch intensiver erleben.
Hattest du schon die Gelegenheit, die neuen Unique Pro Schuhe zu testen? Wie waren deine Eindrücke?
Dieses Jahr hatte ich die Möglichkeit, die neuen Unique Pro Schuhe zu testen, und gehörte zu den ersten Fahrern, die sie ausprobierten.
Es sind außergewöhnlich leichte Schuhe mit einer Vollcarbon-Sohle. Was jedoch am stärksten auffällt, ist die Passform.
Schon bevor du die BOA® -Drehverschlüsse einstellst, merkst du, wie natürlich sich der Schuh an den Fuß anschmiegt. Anschließend kannst du die Passform je nach Intensität der Belastung und gewünschtem Halt individuell anpassen.
Wenn du nur ein einziges Q36.5-Produkt immer dabeihaben könntest – welches wäre es?
Ganz ohne Zweifel die Dottore Pro Trägerhose.
Sie hat mich bereits bei der ersten Ausfahrt extrem beeindruckt und machen bis heute den größten Unterschied in Bezug auf Komfort, Unterstützung und das gesamte Fahrgefühl.
Was motiviert dich heute zum Radfahren?
Ich habe meine Profikarriere 1998 beendet, aber das Fahrradfahren habe ich nie aufgehört.
Über die Jahre hinweg habe ich verschiedene Ausdauersportarten ausgeübt, darunter auch Skitouren im Winter. Doch das Radfahren stand für mich immer im Zentrum.
Ich fahre noch heute, weil es mir einfach Spaß macht. Ich genieße es, draußen zu sein, mit Freunden unterwegs zu sein und diesen Sport mit Menschen unterschiedlichsten Alters und Hintergründen zu teilen. Außerdem ist Radfahren eine Möglichkeit fit zu bleiben und Zeit mit meiner Familie und meiner Frau zu verbringen. Nach all den Jahren vermittelt es mir noch immer dasselbe Gefühl von Freiheit.
Das Trentino und die Dolomiten werden immer meine Heimatstraßen bleiben. Aber wann immer ich reise – ob in Italien oder im Ausland –, versuche ich aufs Rad zu steigen. Das Fahrrad bleibt eine der besten Möglichkeiten, einen Ort wirklich kennenzulernen und intensiv zu erleben.